Der Kreis Stormarn beauftragte die GfV mit einer Organisationsuntersuchung des Fachbereichs 3 – Soziales und Gesundheit. Vor dem Hintergrund steigender fachlicher und organisatorischer Anforderungen, geprägt durch die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und der Pflegestärkungsgesetze, durch pandemie- und kriegsbedingte Dynamiken sowie durch Personalfluktuation und Fachkräftemangel, sollten Aufbauorganisation, Aufgabenverteilung und Schnittstellen strukturiert bewertet und eine zukunftsfähige Aufstellung des Fachbereichs ermöglicht werden.
Die Untersuchung identifizierte konkrete Ansatzpunkte in drei Bereichen: Die Führungsstrukturen unterschieden sich zwischen den Fachdiensten erheblich, mit stark unterschiedlichen und teilweise sehr hohen Führungsspannen. Empfohlen wird die Bildung einheitlicher Sachgebiete mit klar abgegrenzten Rollen auf den Ebenen Fachdienstleitung, Sachgebietsleitung und fachlicher Koordination. In der Eingliederungshilfe führte die Fallverteilung nach Beeinträchtigungsarten zu Zuständigkeitswechseln zwischen Sachbearbeitenden und Gesamt- und Teilhabeplanenden. Eine sozialräumliche Organisation bündelt die Fallverantwortung und stärkt die Serviceorientierung gegenüber den Leistungsberechtigten. Ergänzend zeigen sich Potenziale im Wissensmanagement, in der Digitalisierung und bei der Verteilung vorhandener Personalressourcen.
Als Zielbild steht ein Fachbereich mit klaren Führungsstrukturen, einheitlichen Arbeitsstandards und bedarfsgerechter Personalallokation.
