Der Kreis Bergstraße beauftragte die GfV mit der Durchführung einer Usability-Analyse des Webauftritts der Kreisverwaltung. Vor dem Hintergrund von Bürgerbeschwerden über schwere Erreichbarkeit und mangelnde Übersichtlichkeit sowie einer dezentral gewachsenen Website-Struktur ohne einheitliche redaktionelle Vorgaben sollten konkrete Verbesserungsansätze identifiziert und eine Grundlage für eine nutzerfreundlichere digitale Kontaktaufnahme geschaffen werden.
Die Analyse ergab vier Kernthemen: Menübezeichnungen und Seitentitel orientieren sich häufig an internen Verwaltungsbegriffen statt an der Nutzerperspektive, was die Auffindbarkeit von Leistungen erschwert. Die Navigationstiefe ist uneinheitlich und teilweise sehr hoch. Kontaktmöglichkeiten fehlen auf einzelnen Seiten oder folgen keiner einheitlichen Logik, persönliche und generische E-Mail-Adressen werden nebeneinander verwendet. Der Umgang mit Kontaktdaten berührt dabei auch den Schutz der Mitarbeitenden. Die GfV strukturierte die Maßnahmen in einem fünfstufigen Vorgehen: von strategischer Grundlagenarbeit über kurzfristig umsetzbare Quick-Wins und konzeptioneller Weiterentwicklung der Website-Struktur bis zur Einführung bereichsbezogener Funktionspostfächer und der organisatorischen Verankerung einer zentralen Koordinationsstelle. Ein Benchmark mit dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Groß-Gerau lieferte ergänzende Impulse, insbesondere zur Digitalisierung von Antragsverfahren.
Als Zielbild steht ein einheitlich strukturierter, bürgerfreundlicher Webauftritt mit verständlicher Sprache, klaren Zuständigkeiten und nachhaltiger redaktioneller Steuerung, der ohne vollständige Neuaufsetzung schrittweise und effizient verbessert werden kann. Die nächsten Umsetzungsschritte sind definiert und priorisiert.
